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PINIOL: Bran Coucou 2LP
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Über weite Strecken dürfte „Bran Cocou“ ein Fest – und vielleicht die Scheibe des Jahres – sein für diejenigen, die energetischen, polyphon arrangierten, mathematisch präzisen und abgefahrenen Avant-Prog mögen und sich an der gelegentlichen Nähe zu (experimentellem) Progmetal nicht stören. WOW, das Scheibchen haut mich direkt von den Socken!
Siggy Zielinski/BBS - 13/15 Punkten
Format: LP | BestellNr.: 26007
Preis: € 21,99

PINIOL: BRAN COUCOU 


VÖ: 04.05.2018
Die Freunde des französischen (und sonstigen) Avant-Prog sind schon in heller Aufregung. Da haben sich nämlich die Musiker von PoiL und Ni zu einem siebenköpfigen Monster aus zwei Schlagzeugern, zwei Bassisten, zwei Gitarristen und einem Keyboarder zusammengeschlossen.

Mal ehrlich jetzt, bei den Bandnamen wie Ni und Poil erscheint ein Piniol genanntes gemeinsames Projekt fast schon wie ein schon immer geplanter Schritt. Zumindest was die Schönheit betriff, die in einem Bandnamen stecken kann, ist Piniol in meinen Augen ein Fortschritt. Hätte ich die Auswahl zwischen der Bezeichnung „siebenköpfige Hydra“ (so der Infozettel) und dem Wortgebilde „Avant-Prog-Supergroup“ (was hier vermutlich nicht völlig abwegig wäre) würde ich mich dann doch aus ästhetischen Gründen für das erstere entscheiden. Genaugenommen spielen die sechs Musiker schon mindestens seit Januar 2018 immer mal wieder zusammen, aber erst Ende April des gleichen Jahres ist ihre erste CD namens „Bran Coucou“ rausgekommen. Was man auf dem Album dann schließlich zu hören bekommt, ist nicht etwa doppelt so abgefahren und verrückt, wie die bisherigen Einfälle von Ni im PoiL.

Vielmehr werden die bisher von den Musiker bekannten Ingredienzien, wie die krummen Rhythmen, die repetitiven Muster und die schrägen Gesänge in scheinbar fiktiven Sprachen sehr vorteilhaft für die erweiterte Besetzung arrangiert und auf diese Weise raffinierter umgesetzt. Der eröffnende, durch seine durchdachte Steigerung fast schon Gänsehaut erzeugende Longtrack „Pilon Bran Coucou“ kann als eine Avant-Prog-Komposition eigentlich nicht mehr getoppt werden…denkt man vielleicht, bis man die anderen Stücke gehört hat. Diese bestechen nämlich durch die energetische Umsetzung der polyphonen Einfälle, die sich zudem der Rhythmen bedienen, die jede Mathrock-Truppe vor Neid erblassen lassen würden. Wären da runtergestimmte Gitarren im Spiel, könnte man stellenweise fast schon von Djent-Strukturen sprechen.

Die Orgie von repetitiven Gitarrenfiguren, die beispielsweise in „Mimolle“ und „Sho Shin“ veranstaltet wird, dürfte vielen Fans von King Crimson der 80er Jahre die Tränen der Freude in die Augen treiben. WOW! Wohl um das Tempo und die Intensität ein wenig runterzufahren beginnt „Francois“ fast schon postrockig-entspannt, um sich dann bald zu einem beinahe progmetallisch rockenden Gitarrengeflecht zu verdichten, das von einer vierköpfigen Rhythmustruppe zu immer neuen Höhepunkten angetrieben wird. Das ist für mich die Virtuosität, die Sinn macht!

Auch wenn einige Anhänger vom symphonischen Prog das vielleicht anders sehen werden. Riff-Freunde, die gerne Long Distance Calling, oder Ocean hören, sollten mal „Kerberos“ lauschen. Da scheinen mir die Grenzen zu Progmetal bei Piniol fließend zu sein. So auch in dem melancholisch-postrockig beginnenden „Orbite“, das anschließend mit doomigen Riffs auswartet. Das wäre dann mehr etwas wie Avant-Doom-Prog-Metal, was durch die dissonanten Töne und die seltsamen schamanischen Gesänge bestätigt wird.

Über weite Strecken dürfte „Bran Cocou“ ein Fest – und vielleicht die Scheibe des Jahres – sein für diejenigen, die energetischen, polyphon arrangierten, mathematisch präzisen und abgefahrenen Avant-Prog mögen und sich an der gelegentlichen Nähe zu (experimentellem) Progmetal nicht stören. WOW, das Scheibchen haut mich direkt von den Socken!
Siggy Zielinski/BBS - 13/15 Punkten

Format: CD | BestellNr.:26006 | Preis: € 14,99  



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